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AB Testing

A/B-Tests, auch als Split-Tests bekannt, dienen dazu, zwei Versionen einer Webseite zu vergleichen, um festzustellen, welche die Conversion-Rate oder a...

Einführung in A/B-Tests

A/B-Tests, auch als Split-Tests bekannt, dienen dazu, zwei Versionen einer Webseite zu vergleichen, um festzustellen, welche Version ein bestimmtes Ziel besser erreicht. Ziele können beispielsweise die Erhöhung der Conversion-Rate oder die Verbesserung anderer KPIs sein. Bei A/B-Tests werden die Besucher zufällig auf eine der beiden Varianten verteilt und ihr Verhalten analysiert.

AB Testing Abbildung

Zweck von A/B-Tests

Das Hauptziel von A/B-Tests besteht darin, die effektivste Version einer Website zu identifizieren, die ein spezifisches Ziel erreicht. Im Vergleich zu den Ausgaben für bezahlten Traffic sind die Kosten für die Erhöhung der Conversion-Rate durch A/B-Tests gering.

Der ROI von A/B-Tests kann hoch sein, da kleine Änderungen an der Website signifikante Verbesserungen bei Leads und Verkäufen bewirken können.

Vorgehensweise bei A/B-Tests

In einem A/B-Test wird eine zweite Version einer Webseite erstellt, in der ein bestimmtes Element verändert wird. Dies könnte eine Überschrift, eine Schaltfläche, Bilder oder Farben betreffen.

Anschließend wird die Hälfte der Besucher auf die Originalversion (Kontrollgruppe) geleitet und die andere Hälfte auf die modifizierte Version. Das Verhalten der Besucher auf beiden Seiten wird gemessen und analysiert.

Beispiele für den Einsatz von A/B-Tests

A/B-Tests können zur Optimierung von Landing-Pages, E-Mails oder E-Commerce-Seiten eingesetzt werden. Elemente, die verändert und getestet werden können, umfassen:

  • CTA-Buttons: Größe, Form, Text, Farbe und Platzierung
  • CTA-Texte: Länge, Inhalt und Formatierung
  • Überschriften: Inhalt, Länge, Schriftgröße, Typografie
  • Texte: Länge und Inhalt
  • Bilder: statisch oder als Karussell, Größe und Platzierung

Vor- und Nachteile von A/B-Tests

A/B-Tests sind ideal, um neue Ideen zu testen und deren Einfluss auf die Conversion-Rate, Absprungrate oder Verweildauer zu ermitteln. Änderungen können schrittweise geprüft werden, um zu sehen, ob verschiedene Farben, Schaltflächen, Layouts oder Bilder das Verhalten der Besucher beeinflussen.

Ein Nachteil ist der möglicherweise hohe Zeitaufwand für die Vorbereitung. Bei Webseiten mit wenig Traffic müssen die Tests eventuell über mehrere Wochen oder Monate laufen, um ausreichende Daten zu sammeln. Wenn mehrere Variablen gleichzeitig geändert werden, besteht das Risiko, dass die Testergebnisse falsch interpretiert werden.

Tools für A/B-Tests

Es gibt zahlreiche professionelle Tools für A/B-Tests:

  • Google Analytics – Experiments: Ermöglicht das Testen von bis zu zehn Versionen einer Seite.
  • KISSmetrics: Leistungsstarke Analyseplattform mit JavaScript-Bibliothek für A/B-Tests.
  • Unbounce: Erstellung, Veröffentlichung und Testung von Landing-Pages ohne HTML-Kenntnisse.
  • Optimizely: WYSIWYG A/B-Test-Tool mit Personalisierung basierend auf Anzeigenkampagnen, Geografie oder Cookies.

A/B-Tests und SEO

Google unterstützt A/B-Tests und betont, dass diese kein Risiko für das Ranking darstellen, solange die Testwerkzeuge korrekt eingesetzt werden. Folgende Punkte sollten beachtet werden:

  • A/B-Tests dürfen nicht zum Cloaking verwendet werden — Suchmaschinen-Crawler dürfen nicht absichtlich auf eine andere Version geleitet werden als die Nutzer.
  • Die Inhalte einer Seite sollten nicht grundlegend verändert werden, da dies als Cloaking missverstanden werden könnte.
  • A/B-Tests sollten nicht länger als notwendig durchgeführt werden.
  • Bei A/B-Tests sollten Canonical-Tags genutzt werden, um auf die Ursprungsseite zu verweisen.
  • 302-Weiterleitungen sind unproblematisch; 301-Weiterleitungen sollten vermieden werden, da sie eine dauerhafte Änderung signalisieren.

Diese Richtlinien helfen sicherzustellen, dass A/B-Tests nicht als Täuschungsversuch gewertet werden und das Ranking der Website nicht beeinträchtigen.